Die Pflanze des Monats Juni 2017

 

Echtes Johanniskraut

 

(Hypericum perforatum)

Johanniskrautgewächs (Hypericaceae)

 

Volksnamen: Hartheu, Wundkraut, Blutkraut

Das Johanniskraut kann man an drei außergewöhnlichen Merkmalen erkennen:

Der Stängel hat zwei Längskanten.

Wenn man die Blätter ins Licht hält, sehen sie wie durchlöchert aus.

Zerreibt man die goldgelben Blüten, verfärben sie sich durch das enthaltene Hypericin

   blutrot.

Da das Johanniskraut an den Boden keine besonderen Ansprüche stellt, findet man es häufig an sonnigen Weg- und Waldrändern. Im Mittelalter galt das Johanniskraut als magische Pflanze gegen Unheil.

 

Inhaltsstoffe: Hypericin, ätherisches Öl, Flavonoide, Gerbstoffe, Harze

 

Gesundheit: Das im Johanniskraut enthaltene Hypericin hat eine leicht beruhigende Wirkung. In der Volksheilkunde wird es bei depressiven Verstimmungen verwendet. Bei Einnahme von Johanniskraut sollte man die pralle Sonne meiden, da es zu erhöhter Lichtempfindlichkeit führen kann. Äußerlich findet Johanniskraut  in Form von Rotöl (Auszug der Blüten in Olivenöl) bei Rückenbeschwerden, Verstauchungen oder Sonnenbrand Anwendung. In der Homöopathie gilt Hypericum als Mittel bei Verletzungen von nervenreichem Gewebe.

 

Ernte: Das Johanniskraut sammelt man, wenn es in voller Blüte steht. Um Johanni

(24. Juni) geerntet, soll es die größte Heilwirkung entfalten.