Pflanze des Monats Mai 2017

 

Gänseblümchen

 

(Bellis perennis)

Korbblütengewächs (Asteraceae)

 

Volksnamen: Himmelsblume, Maßliebchen, Marienblümchen, Tausendschön

 

Das Gänseblümchen ist uns allen schon aus der Kinderzeit bestens bekannt. Wer hat früher nicht Kränzchen und Ketten daraus gemacht? Der lateinische Name Bellis bedeutet übersetzt hübsch oder schön. Beim Betrachten fällt oft an den weißen Zungenblüten eine rosa Färbung auf. Diese findet man besonders nach kalten Nächten. Gänseblümchen halten Temperaturen von bis zu - 15° C aus und sind somit eine der ersten Frühlingsboten. Nach einer alten Legende sind die Blüten Marias Tränen, die sie auf der Flucht nach Ägypten weinte. Bei Sonnenschein ist das Körbchen weit geöffnet, nachts und bei Regen schließt es sich.

 

Inhaltsstoffe: Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherisches Öl, Flavonoide, Vitamine

 

Gesundheit: Große Wertschätzung erfuhr das Gänseblümchen im Mittelalter. Es wurden Gicht, Leberleiden und Verletzungen damit behandelt. Heute wird es in der Volksheilkunde zur Verdauungsförderung und Blutreinigung verwendet. In der Homöopathie findet "Bellis perennis" neben dem zur gleichen Familie (Korbblütengewächs) gehörenden, jedoch viel bekannteren Arnika, Anwendung bei Verletzungen.

 

Ernte: Man kann Gänseblümchen das ganze Jahr hindurch ernten, jedoch schreibt man dem Kraut um den Johannistag (24. Juni) die größte Wirkung zu. Geerntet werden Blüten und Blätter.

 

Blüten-Eiswürfel:

Blüten von Gänseblümchen werden in Eiswürfelbehälter gelegt, mit Wasser aufgefüllt und ins Gefrierfach gestellt.

 

Eisbergsalat „Bellis“:

1/2 Eisbergsalat

1 Hand voll Blätter und Blüten von Gänseblümchen

Marinade: Salz, Pfeffer, Zucker, 1/2 TL mittelscharfer Senf, 2 EL Essig und 3 EL Öl

 

Eisbergsalat und Gänseblümchen-Blätter waschen, Salat klein schneiden und Gänseblümchen dazu geben. Marinade zubereiten, über den Salat geben und vermengen. Anschließend mit Gänseblümchen-Blüten dekorieren.