Die Pflanze des Monats Juli 2017

 

Große Brennnessel

 

(Urtica dioica)

Brennnesselgewächs (Urticaceae)

 

Volksnamen: Donnernessel, Hanfnessel

 

 

Es gibt kaum jemand, der sich noch nie an einer Brennnessel gebrannt hat. Deshalb kennt jeder das Aussehen dieser ausdauernden Pflanze. Die Brennnessel hat überall kleine Brennhaare, die mit einer Flüssigkeit gefüllt sind. Die Spitzen der Haare brechen bei der geringsten Berührung ab und die Brennflüssigkeit gelangt auf die Haut. Fasst man eine Brennnessel fest an und zerstört so die Brennhaare, brennt es kaum. Sie ist die Futterpflanze für Schmetterlingsraupen von Tagpfauenauge und kleinem Fuchs.

 

Inhaltsstoffe: Vitamine, Flavonoide, Amine, Mineralstoffe (Eisen, Calcium, Kalium, Kieselsäure)

 

Gesundheit: Hauptsächlich wirkt die Brennnessel reinigend, entgiftend und harntreibend. Sie ist ein beliebter Bestandteil von Teemischungen, die unter anderem gegen Rheuma, Hautbeschwerden und Allergien eingesetzt werden. Brennnesselfrüchte gelten als Kräftigungsmittel, da sie sehr viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Das homöopathische Mittel Urtica urens wird aus der kleinen Brennnessel hergestellt.

 

Ernte: Brennnesselblätter sammelt man von Mai bis August. Für die Küche werden die obersten 4 bis 6 Blätter verwendet. Brennnesselfrüchte werden im Herbst geerntet.

 

Brennnesselsuppe:

1 Hand voll junge Brennnesselblätter

1 Zwiebel

3 Kartoffeln

1 Karotte

30 g Butter

1 l Gemüsebrühe

100 ml Sahne

Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Schnittlauch

 

Zwiebel, Kartoffeln und Karotte schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebel in heißer Butter andünsten. Anschließend die Kartoffeln und die Karotte zugeben und mitdünsten. Mit 1 l Brühe aufgießen und so lange köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Brennnesselblätter (mit Gummihandschuhen) waschen, in die Suppe geben und alles pürieren. Mit Sahne verfeinern und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Etwas Schnittlauch über die Suppe streuen.