Die Pflanze des Monats August 2017

 

Kleinblütige Königskerze

 

Verbascum thapsus

Braunwurzgewächs (Scrophulariaceae)

 

Volksnamen: Marienkerze, Frauenkerze, Wetterkerze,

Fackelkraut

 

 

Königskerzen sind in Europa und Asien heimisch, es gibt ca. 300 verschiedene Arten. Man findet sie an Wegrändern und auf Ödland. Die Königskerze wurde früher als Heil- und sogar Zauberpflanze hoch geschätzt. Sie wurde auch Wetterkerze genannt, da man glaubte, anhand der Blüten das Wetter über längere Zeit vorhersagen zu können. Früher wurden die Stängel in Pech oder Harz getaucht und als Fackel genutzt. In Bayern wird traditionell an Maria Himmelfahrt ein Kräuterbüschel gebunden, in deren Mitte die Königskerze ihren Platz hat. Besonders hübsch sieht es aus, wenn um die Königskerze eine Perlenkette aus Ebereschen-Früchten gewunden wird. Die Königskerze ist eine wichtige Futterpflanze für bestimmte Schmetterlingsraupen.

 

Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Saponine, Flavonoide, ätherisches Öl, Gerbstoffe

 

Gesundheit: In der Volksheilkunde wird die Königskerze als schleimlösendes Mittel bei Erkältungen verwendet. Das homöopathische Mittel Verbascum thapsus wirkt ebenfalls auf die Atemwege.

 

Ernte: Blätter und Blüten werden im Sommer geerntet und werden frisch oder getrocknet für Tee verwendet.