Die Pflanze des Monats Juni 2018

 

Schwarzer Holunder

 

(Sambucus nigra)

Geißblattgewächs (Caprifoliaceae)

 

Volksnamen: Holler, Holder, Flieder, Schwitztee

  

Der schwarze Holunder ist ein bis zu 7 m hoher Strauch oder Baum, der bevorzugt an Waldrändern, Hecken und in Gärten zu finden ist. Früher stand er an jedem Bauernhaus, um die Bewohner vor Unheil zu beschützen. Kaum eine Heilpflanze wird seit langem so geschätzt wie er. Das kommt auch in dem Spruch zum Ausdruck: „Vor dem Holunder soll man den Hut ziehen." Sogar für das Trend-Getränk "Hugo" kommen als Zutat Holunderblüten in Form von Sirup zur Anwendung. 

 

Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Flavonoide, Gerbstoffe, in den Früchten Vitamine und Mineralstoffe

 

Gesundheit: Holunderblüten haben eine schweißtreibende Wirkung und regen die körpereigenen Abwehrkräfte an. Deshalb werden sie besonders bei fieberhaften Erkältungen verwendet. Außerdem finden sie Gebrauch bei Hautunreinheiten, Rheuma und Gicht. In der Homöopathie ist der Holunder unter dem Namen „Sambucus nigra“ bekannt.

 

Ernte: Holunderblüten erntet man ab Ende Mai und im Juni bei trockenem, sonnigem Wetter. Holunderbeeren müssen vollreif gepflückt und vor Verzehr abgekocht werden, da sie roh Übelkeit hervorrufen können.

 

Achtung: Der schwarze Holunder kann mit dem giftigen Zwergholunder (Attich) verwechselt werden. Dieser wächst nicht wie ein Strauch oder Baum, sondern wie eine Staude, wird bis zu 1,5 m hoch und riecht unangenehm.

 

Hollerkücherl:

15 Holunderblütendolden

200 g Dinkelmehl

2 Eier

300 ml Milch

1 TL Öl

1 Prise Salz

Fett zum Ausbacken

 

Aus Mehl, Eiern, Milch, Öl und Salz einen dickflüssigen Teig zubereiten. Die Holunderblüten eintauchen, etwas abtropfen lassen und in heißem Fett schwimmend ausbacken. 

Tipp: Gebackene Akazienblüten schmecken ebenfalls.