Die Pflanze des Monats Mai 2018

 

Spitzwegerich

 

(Plantago lanceolata)

Wegerichgewächs (Plantaginaceae)

 

Volksnamen: Heufressa, Wegetritt,

Spießkraut

Der Spitzwegerich ist meine Lieblings-Pflanze. Man erkennt ihn an den langen, schmalen, in einer Rosette stehenden Blätter, an deren Unterseite 3 bis 7 Längsrippen auffallen. Die Blütezeit der unscheinbaren Blüten ist von April bis September. Zu finden ist dieses sehr häufig vorkommende Gewächs überall auf Wiesen, Wegrändern und auf Ödland. Er kann mit zwei anderen Wegericharten verwechselt werden: dem Breitwegerich (Plantago major) sowie dem Mittleren Wegerich (Plantago media). Da die beiden ähnliche Inhaltsstoffe wie der Spitzwegerich enthalten, können sie ebenfalls verwendet werden.

 

Inhaltsstoffe: Schleim- und Bitterstoffe, Kieselsäure, Flavonoide, Aucubin

 

Gesundheit: Spitzwegerich ist eine unserer ältesten Heilpflanzen und gilt in der Pflanzenheilkunde als ausgezeichnetes Hustenmittel. Es wurde sogar eine antibiotische Wirkung nachgewiesen. Bereits Hildegard von Bingen schätzte neben den auswurffördernden auch seine sehr guten wundheilenden Eigenschaften. Frisch zerdrückte Spitzwegerichblätter lindern hervorragend Juckreiz und Schwellungen nach einem Insektenstich. Aber auch in der Wild(en)-Kräuterküche finden frische zarte Blätter und junge Blütenstände dieses vielseitigen Un-Krautes seine Verwendung.

 

Ernte: Spitzwegerichblätter kann man den ganzen Sommer sammeln, jedoch ist der Gehalt an Inhaltsstoffen kurz vor der Blütezeit am höchsten.

 

Essig „Sommeranfang“:

200 ml Obst- oder Weißweinessig

3 zarte Blätter Spitzwegerich

3 junge Blätter Giersch

1 Knoblauchzehe

1 Kapuzinerkresse-Blüte

 

• Die Spitzwegerich- und Gierschblätter waschen und trocken tupfen.

• Die Zutaten in eine Flasche füllen und mit Essig übergießen.

• 2 Wochen ziehen lassen, täglich einmal kurz schütteln.

• Absieben und in eine dekorative Flasche füllen.