Die Pflanze des Monats Oktober 2017

 

Schlehe

 

(Prunus spinosa)

Rosengewächs (Rosaceae)

 

Volksnamen: Schwarzdorn, Hagedorn, Heckendorn

Der Schlehdorn ist ein winterharter, bis zu 3 Meter hoher Strauch mit vielen Dornen und ist die Urform der heutigen Pflaumen. Wegen der sehr dunklen Rinde, aus der im Mittelalter Tinte gewonnen wurde, nennt man ihn auch Schwarzdorn. Die zart nach Mandeln duftenden weißen Blüten erscheinen im Frühling lange vor den kleinen eiförmigen Blättern. Eine wertvolle Nahrungsquelle für Schmetterlinge und zahlreiche andere Insekten ist der Blütennektar. Die runden dunkelblauen Früchte der Schlehe schmecken säuerlich, herb und wirken adstringierend (zusammenziehend).

 

Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Vitamin C und Bitterstoffe in den Früchten

 

Gesundheit: Die Blüten wirken leicht harntreibend und abführend. In der Volksheilkunde werden die Schlehenfrüchte bei Durchfall, unreiner Haut und zur allgemeinen Stärkung verwendet.

 

Ernte: Die Blüten werden im März/April geerntet. Früher wurden die Schlehenfrüchte nach der ersten Frosteinwirkung gepflückt, da sich der Geschmack dadurch wesentlich verbessert. Diesen Effekt erzielt man ebenfalls, wenn man sie bereits Anfang Oktober sammelt und einfriert.

 

Schlehenmarmelade:

500 g gefrostete Schlehenfrüchte

200 ml roter Traubensaft

1/2 Vanilleschote

Gelierzucker

 

Die Schlehenfrüchte im Kühlschrank auftauen lassen, mit dem Traubensaft und der Vanilleschote kochen, bis sie weich sind. Anschließend durch ein Sieb streichen, das Schlehenmus abwiegen und mit der entsprechenden Menge Gelierzucker nach Packungsanweisung zu einer Marmelade kochen. In saubere Gläser mit Schraubdeckel füllen und verschließen.